Themen rund um Schisandra

Schisandra, die kleine rote Beere aus China – was ist dran an ihrem Mythos?

Die Chinesen wissen es schon seit mehr als zweitausend Jahren: Schisandra, die kleine rote Beere von der gleichnamigen grossen Kletterpflanze hat es in sich. Eine breite Palette von gesundheitlich relevanten bioaktiven Stoffen wie Vitamine, Polysaccharide, Lignane und viele weitere, hilft dem Körper, eventuelle gesundheitliche Probleme selbst in den Griff zu bekommen. Das Immunsystem braucht nur aus dem breiten Angebot zu wählen. Unter heutigen chronischen Stressbedingungen sind vor allem die stark antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffe gefragt. Die Chinesen schätzen Schisandra nicht nur wirksames Anti-Aging-Mittel und seine sonstigen gesundheitsförderende Wirkung, sondern es sprach sich bald herum, dass die rote Beere auch als sanftes, aber dennoch effizientes, potenzförderndes und die Libido steigerndes Aphrodisiakum wirkt und zwar nicht nur für den Mann, sondern auch für die Frau, was am chinesischen Hof bei den Hofdamen auf reges Interesse stiess. Schisandra kommt ursprünglich aus Nordostasien und erlebte in den letzten 30 Jahren einen regelrechten Boom in der Kultivierung, immer mehr Anbauflächen werden für Schisandra genutzt. Meist kommt Schisandra als Trockenbeere auf den Markt.

Schisandra, die Beere der 5 Geschmacksrichtungen

Die Chinesen nennen die kleine rote Beere Wu Wie Zi, das heisst so viel wie Frucht der fünf Geschmäcker. In der Tat, der interessante Geschmack der Beere lässt sich kaum beschreiben, er ist gleichzeitig süss, sauer, salzig, bitter und scharf. Er verkörpert damit bis auf umami alle Geschmacksrichtungen gleichzeitig, die wir mit unseren Geschmacksknospen auf der Zunge und im Rachenraum erkennen können. Falls Sie Schisandra als Trockenbeere geniessen wollen, sollten Sie sie gut kauen, weil erst so ihre exotischen Geschmacksnoten voll entwickelt, und weil die Samenkerne ein wertvolles ätherisches Öl enthalten, auf das Sie nicht verzichten sollten.

Das Immunsystem und der Stoffwechsel lieben die kleine rote Beere aus China

Während Arzneimittel meist nur einen oder zwei Wirkstoffe enthalten, bietet Schisandra eine ganze Komposition an gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffen. Stoffwechsel und Immunsystem können selbst wählen, welche Stoffe gerade benötigt werden, um eine momentane Immunabwehr zu unterstützen. Auch der Stoffwechsel kann sich bedienen, wenn es einen Mangel gibt, die zu Problemen führen. Die kleine rote Beere leistet für Stoffwechsel und Immunsystem Hilfe zur Selbsthilfe. Aus den vielen wertvollen Inhaltsstoffen sind die vorhandenen Lignane besonders erwähnenswert. Es handelt sich um Verbindungen, die dem Östrogen ähneln und eine starke antioxidative Wirkung entfalten. Sie gelten als Mittel mit wirkungsvollem Anti-Aging-Potenzial. Schon vor über zweitausend Jahren betrachteten chinesische Kaiser Schisandra als wertvollen Jungbrunnen.

Schisandra – konkrete Anwendungsgebiete

Schisandra bietet eine Vielzahl gesundheitsrelevanter Stoffe mit übergeordneter Einflussnahme auf den Gesamtstoffwechsel und der Psyche. Als adaptogene Heilpflanze, die den Körper an chronische Stresssituationen anpassen kann, sind wichtige Einsatzgebiete Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche, Schlafstörungen, Durchblutungsstörungen, Konzentrationsschwäche und Demenz. Spezifisch kann die rote Beere bei Asthma, Hepatitis, Diabetes mellitus und Harnwegsinfektionen den Behandlungs- und Heilungsprozess unterstützen. Ebenso kommt Schisandra zum Einsatz als Potenzmittel und zur Behandlung vorzeitigen Samenergusses. Risiken und Nebenwirkungen, die durch den Verzehr der roten Beere in frischem oder getrocknetem Zustand entstehen könnten, sind keine bekannt.

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