Themen rund um Schisandra

Schisandra, Kraut der 5 Geschmacksrichtungen

Schisandra wird auch Spaltkörbchen genannt. Es handelt sich dabei um eine Pflanzengattung aus der Familie der Sternanisgewächse. Bekanntester Vertreter dieser Pflanzenart ist das Chinesische Spaltkörbchen (Schisandra chinensis). Diese und auch einige andere Arten werden zu Heilzwecken genutzt.

Das Spaltkörbchen ist eine Kletterpflanze. Es gibt Pflanzen, die ihr Laub abwerfen und Pflanzen, die das ganze Jahr über Blätter tragen. Zur Blütezeit stehen acht bis zehn Blüten zusammen in den Blattachseln. Später entstehen Beeren, die zwei bis drei Samen enthalten. Diese werden auch als Schisandra-Beeren bezeichnet. 

Schisandra - Beere der fünf Geschmäcker

Schisandra-Beeren können als getrocknete Früchte gekaut oder als Tee zubereitet werden. In China werden die Beeren auch Wu Wei Zi genannt. Das bedeutet: "Beere der fünf Geschmäcker". Die Beeren schmecken sauer, salzig, scharf, bitter und süss zugleich. Dabei entsprechen die einzelnen Geschmacksrichtungen den fünf Elementen der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Zu den fünf Elementen gehören Feuer, Erde, Wasser, Metall und Holz. Die Ärzte der chinesischen Medizin empfehlen, die Schisandra-Beere über mindestens 100 Tage einzunehmen. Nach ein paar Wochen soll sich die positive Wirkung bemerkbar machen.

Inhaltsstoffe der Schisandra-Beere

Hauptinhaltsstoffe der Schisandrapflanze sind Lignane (Phytohormone). Insbesondere das Schizandrin, ein Phytohormon, das nur in der Schisandra-Beere vorkommt, ist für einen Grossteil der Wirkung verantwortlich. Des Weiteren enthält Schisandra Deoxyschizandrin, ätherisches Öl und Gomisin. Auch zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe sind enthalten.

Gesundheitliche Vorteile von Schisandra

Die Schisandra ist als Heilpflanze äusserst vielseitig. Wissenschaftlich belegt ist vor allem ihre leberschützende Wirkung. Die Beere wird deshalb bei Entzündungen der Leber (Hepatitis) oder bei allgemeiner Leberschwäche verordnet. Auch zur Stärkung der Libido werden die Beeren eingesetzt. Dabei soll die lustfördernde Wirkung sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen bemerkbar machen. Einige Naturheilkundler sagen, dass die libidofördernden Eigenschaften der Schisandra vor allem auf ihre kräftigende Wirkung zurückzuführen sind.

Schisandra wirkt stärkend. Deshalb werden die Beeren bei Müdigkeit, Depressionen und bei Schwäche eingesetzt. Auch ein verjüngender Effekt wird den kleinen Beeren nachgesagt.

Obwohl die Beeren stärkend und verjüngend wirken sollen, entfalten sie auch eine entspannende Wirkung. Sie können somit auch gegen Schlaflosigkeit hilfreich sein.

Schisandra soll auch die Funktion der Sinnesorgane, insbesondere der Augen und Ohren, verbessern. In der chinesischen Volksheilkunde wird Schisandra deshalb bei Schwerhörigkeit angewendet.

Einige Anwender empfehlen die Beeren als Begleitbehandlung bei einer Chemotherapie gegen Krebserkrankungen. Dadurch sollen die Nebenwirkungen der Chemotherapie gelindert werden.

Ferner haben die Beeren der Schisandrapflanze eine appetithemmende Wirkung. Sie sollen Heisshungerattacken durch ihren speziellen Geschmack verhindern und somit unterstützend bei der Gewichtsreduktion wirken.

Schisandra in der traditionellen chinesischen Medizin

In der traditionellen chinesischen Heilkunst werden Schisandra-Beeren schon sehr lange als Arzneimittel genutzt. Sie sollen die Energie von Herzmeridian, Nierenmeridian und Lungenmeridian ausgleichen. Wenn die Energie der Meridiane zu schwach ist, wird sie gestärkt. Ist die Energie zu stark, schwächen die Beeren sie ab. Insgesamt betrachtet hat Schisandra in der chinesischen Medizin also eine ausgleichende Wirkung. Diese wird auch als adaptogen bezeichnet. In der chinesischen Medizin wird Schisandra ähnlich wie der Ginseng verwendet

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