Themen rund um Schisandra

Schisandra

Schisandra ist der bekannteste Vertreter der Sternanisgewächse. Die auch Spaltkörbchen genannte Pflanze stammt aus China. Dort werden die Beeren seit Jahrtausenden als Heilpflanzen genutzt. Die Pflanzen werden im Nordosten Chinas kultiviert. Der Anbau erfolgt vorwiegend in den Provinzen Lianoning, Hebei und Jilin. Im Herbst werden die Früchte geerntet. Schisandra gilt als wahrer Jungbrunnen und als Geheimnis für ein langes Leben. Die Chinesen kauen die Beeren. Dies bewirkt die Blutreinigung und einen wachen Geist. Weiterhin sollen sich Sehkraft und Hörleitung durch den Verzehr der Beeren verbessern. Medizinische Studien haben die leberstärkende Wirkung des Spaltkörbchens belegt.

Die Chinesen nennen die Pflanze "Wu wei zi". Dies steht für "Kraut der fünf Geschmäcker". Die leuchtend roten Beeren besitzen in der Tat einen eigenwilligen Geschmack. Beim Verzehr überwiegt zunächst die Säure. Schale und Fruchtfleisch besitzen eine gewissen Süße. Hinzu gesellen sich die Schärfe und die leichte Bitterkeit der Kerne. Auf der Zunge spürbar ist auch eine leichte Salzigkeit. Insgesamt ein sehr interessantes Geschmackserlebnis, welches ein angenehm warmes Gefühl im Mund hinterlässt. Die Chinesen sehen Schisandra nicht nur als Gaumenfreude an. Alle vertretenen Geschmacksrichtungen stehen in der Traditionellen Chinesischen Medizin für die fünf Elemente. Die Beeren schmecken also im übertragenen Sinne nach Feuer, Holz, Metall, Erde und Wasser. 

Diese genannten fünf Elemente finden ihre Entsprechungen im menschlichen Körper und erklären ein Stück weit das breite Spektrum der gesundheitsfördernden Eigenschaften der Früchte. Der sauere Geschmack entspricht dem Element Holz und wirkt im Körper auf Augen, Muskeln und Leber. Die bittere Geschmacksrichtung nimmt dem Körper die Hitze und steht für das Feuer. Der Funktionskreis im Körper bezieht sich auf das Herz, die Zunge und die Blutgefäße. Die Erde entspricht dem süßen Geschmack. Im Körper werden Magen und Milz, der Mund oder das Bindegewebe angesprochen. Scharfe Aromen sind nach der TCM mit Metall gleichzusetzen. Die Lunge, die Nase und die Haut sind hierbei die Entsprechungen. Salz ist gleichzusetzen mit dem Element Wasser und wirkt auf Niere und Blase, die Ohren und die Knochen. Dies lässt bereits das ausgesprochen vielfältige Wirkungsfeld der Powerbeere aus Asien erkennen. 

Anwender haben bereits nach den ersten Tagen eine stärkende Wirkung festgestellt. Müdigkeit, Depressionen und Schwächezustände lassen sich mit den Früchten sehr gut behandeln. Da die Leberschutz-Wirkung sogar wissenschaftlich belegt ist, werden die Beeren bevorzugt bei Hepatitis oder einer allgemein geschwächten Leber angewandt. Eine Besonderheit ist die Wirkung von Schisandra auf die Sinnesorgane. Somit ist die Beere eine der ganz wenigen Naturarzneien, die gegen Schwerhörigkeit Wirkung zeigt. Auch als wirksames Mittel gegen Krebs ist die Frucht im Gespräch, wissenschaftliche Studien liegen hier allerdings noch nicht vor. Allgemein wirkt Schisandra blutreinigend, krampflösend, stärkend und regenerierend. Die Anwendungsgebiete reichen von Abgeschlagenheit, Blasenentzündung und Depressionen bis hin zu Erkältungen, Hautausschlag oder Herzrasen. 

Es wird empfohlen, täglich etwa fünf Gramm der getrockneten Früchte gut zu zerkauen. Bereits nach nur wenigen Wochen sollte die Wirkung eintreten. Beim übermässigen Verzehr kann es zu Sodbrennen kommen. Ansonsten ist Schisandra eine wohlschmeckende Naturarznei, die ganz ohne Nebenwirkungen auf den Körper einwirkt, Lust und Sinnlichkeit steigert und zudem noch zu einem frischen Teint und jugendlicher Schönheit verhilft.

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